Ausstellungstitel
SEHNSUCHT NACH DEM JETZT
Künstler
Atsushi Fukunaga (Installation), Renate Herter (Fotografie, Installation), Jörg Jantke (Malerei), Andreas Kempe (Video, Hinterglasprojektion), Ulrike Kötz, (Performance/Installation), Bärbel Möllmann (Camera obscura/Fotografie), Ulrike Möschel (Installation), Michael Morgner (Grafik), Julia Murakami (Fotografie), Annette Peuker-Krisper (Grafik), Daniel Rode (Installation), Andreas Sachsenmaier (Arbeiten auf Papier), Thyra Schmidt (Siebdruck mit Audiocollage), Joachim Seinfeld (Objektkästen), Aljoscha Begrich/Axel Töpfer/Jo Preußler (Collage und Installation), Rebecca Ann Tess (Fotografie), Klaus Walter (Lichtkasten/Malerei), André Werner (Videoinstallation), Sinta Werner (Fotografie/Objekte) Kuratiert von Andreas Sachsenmaier, Joachim Seinfeld, Bärbel Möllmann, Karin Scheel
Ausstellungszeit
24.02.2020 — 04.06.2020

Veranstaltungen & Workshops

 
Workshop
24.02.2020–04.06.2020
Im Jetzt geht was! Digitaler Workshop

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kunstinteressierte, liebe Lehrkräfte,

der Workshop "Im Jetzt geht was!" enthält Anregungen, Fragestellungen und Übungsvorschläge zur künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema “Zeit” und dem Erleben des jetzigen Moments.

Dieses Aufgaben-Paket kann sowohl als PDF als auch in Form von Videos genutzt werden.
Es richtet sich an Kinder ab ca. 8 Jahren und an Erwachsene, die Freude an dem Thema haben. Es kann privat allein oder als Gruppe genutzt werden, oder als Anregung für den künstlerischen Fernunterricht.

DOWNLOAD/LINK

Im Jetzt geht was! Workshop PDF download [Dropbox]

Im Jetzt geht was! Workshop Video-Link [Youtube]

(Für die Nutzung bzw. das Herunterladen der Materialien ist kein Konto bei Dropbox oder Youtube erforderlich.)

Es werden exemplarisch Kunstwerke der Ausstellung “Sehnsucht nach dem Jetzt” (24.02. – 04.06.2020) im Schloss Biesdorf, Berlin Marzahn-Hellersdorf) vorgestellt, die sich mit verschiedenen zeitlichen Phänomenen und dem “Jetzt” im künstlerischen Schaffensprozess auseinandersetzen.

Dazu nutzen wir Arbeitsmaterial, Bild- und Tonaufnahmen, die für das Workshop-Format für Schulklassen (Sekundarstufe I) angefertigt worden sind. Die Beispiele aus der Ausstellung dienen als Impulse für praktische Versuche und Wahrnehmungsspiele.

Die Nutzung des Materials ist wie alle Angebote des LaborM/Schloss Biesdorf kostenfrei.

Weitere Informationen zum Begleitprogramm zu den Ausstellungen im Schloss Biesdorf sind hier zu finden. schlossbiesdorf.de

 
Workshop

Lautmalerei-Workshop mit Atsushi Fukunaga
© Atsushi Fukunaga

Da das Schloss Biesdorf bis auf weiteres leider geschlossen bleibt, kann der Workshop mit Atsushi Fukunaga am Samstag den 25.04.2020 leider erst einmal nicht statt finden.
Wir versuchen einen neuen Termin zu finden.

Lautmalerei-Workshop
mit Atsushi Fukunaga

Lautmalerei oder auch Onomatopoesie ist die sprachliche Nachahmung von Geräuschen unserer Umgebung. Ein Wort, das so klingt wie das, was es beschreibt. Diese lautmalerischen Begriffe variieren je nach Region, Sprache und Kultur. Dieses Phänomen erforscht der japanische Künstler Atsushi Fukunaga und lässt Kinder und Erwachsene in verschiedenen Ländern die Geräusche ihrer Umwelt mit der eigenen Stimme nachahmen.
In jeder der vier Aufnahmesessions á 60 min. erforscht der Künstler mit euch die Geräusche rund um das Schloss Biesdorf. Die Ergebnisse werden zu einer Sound-Installationen zusammengefasst und am 10.05. 2020 im Labor M präsentiert.

Ergänzend zum Workshop bietet das Labor M eine spielerische Erkundung der Ausstellung „Sehnsucht nach dem Jetzt“ an.

Für Gruppen und Familien mit Kindern ab 8 Jahren
Gruppenstärke pro Session bis zu 5 Personen
Beginn jeweils um 12:00, 13:00, 14:00 und 15:00 Uhr
Anmeldung unter: kontakt@labor-m.berlin
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Atsushi Fukunaga über sein Konzept:

Ich bin daran interessiert, andere durch Sprache zu erleben. Meine künstlerische Praxis umfasst verschiedene Ansätze, einschließlich einer von mir entwickelten Methode, die Klänge in Sprache umwandelt und Stimmen und Texte verwendet, die aus Onomatopoesie bestehen. Der Begriff „Onomatopoesie“ bezieht sich auf Wörter, die den Klang nachahmen. Dieser Begriff stammt aus der griechischen Sprache und bedeutet „eine Sprache schaffen“. Basierend auf meiner einzigartigen Methode erstelle ich in Zusammenarbeit mit Menschen, die verschiedene Sprachen sprechen, eine neue Onomatopoesie. Die Texte und Stimmen, die die Klänge (Onomatopoesie) von Menschen verschiedener Kulturen und Sprachen materialisieren, präsentieren unsere sprachliche Vielfalt. Neben der Schaffung von Onomatopoesie schaffe ich auch Werke, die den Worten und der Konversation anderer angemessen sind, um die Veränderungen in der Interpretation von Sprachen von Generation zu Generation zu beobachten. Das Verständnis von Wörtern und Lauten ist je nach Land, ethnischer Gruppe und Kultur unterschiedlich. Ich rekonstruiere sie durch meine Beziehung zu anderen, und die neu geborenen Sprachen und Klänge könnten als „materialisierte Unterschiede“ ausgelegt werden. Eine Erfahrung meiner Arbeit ist das Teilen von Unterschieden - eine Erfahrung, die erkennt, dass jeder anders ist.

 
Salon
10.05.2020
13:30 - 17:00 Uhr Uhr
Kunstsalon Biesdorf - Finissage (findet nicht statt)

Da das Schloss Biesdorf bis zum 11.5. noch geschlossen bleibt, kann der Salon Biesdorf am 10.5.2020 leider nicht statt finden.
Ob ein Ersatztermin zu späterem Zeitpunkt möglich ist, teilen wir ggf. an dieser Stelle mit.
Die Ausstellung "Sehnsucht nach dem Jetzt" wird noch bis zum 04.06.2020 zu sehen sein.

Sonntag, 10.05.2020
13:30 - 17:00 Uhr
Kunstsalon Biesdorf
Finissage

Anlässlich des Endes der Ausstellung laden wir Sie herzlich zum Kunstsalon Biesdorf in der Werkstatt des Labor M im Schloss Biesdorf ein. Dort wird es die Gelegenheit geben, mit Beteiligten der Ausstellung „Sehnsucht nach dem Jetzt“ bei einer kleinen Stärkung ins Gespräch zu kommen.
Das Labor M bietet ergänzend ein Mitmachangebot für alle Altersstufen an und präsentiert Ergebnisse aus den ausstellungsbegleitenden Workshops.

Mit Andreas Sachsenmaier (Kurator/Künstler), Joachim Seinfeld (Kurator/Künstler), Bärbel Möllmann (Kuratorin/Künstlerin), Karin Scheel (Kuratorin/Künstlerische Leiterin Schloss Biesdorf), Atsushi Fukunaga (Künstler), Thomas Bratzke, Fenia Franz, Laura Braun

– Begrenzte Teilnehmerzahl –
Anmeldung unter: kontakt@labor-m.berlin

Die Teilnahme ist kostenfrei.

 
Mehr zur Ausstellung
© Sachsenmaier / Seinfeld
Wann genau ist JETZT? Wann wird Vergangenheit zum JETZT? Wann beginnt die Zukunft nach dem JETZT? „Sehnsucht nach dem JETZT“ im Schloss Biesdorf ist erster Teil einer dreiteiligen Ausstellung in Berlin, Dresden und Düsseldorf. Die Ausstellungsreihe kreist um die „Sehnsucht nach dem JETZT“, diesen schwer fassbaren Moment des Gegenwärtigen. Damit das JETZT (be)greifbar werden kann, muss das, was davor und das, was danach liegt, mitgedacht werden. Diese drei Phasen – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – sind daher die Schwerpunkte der Ausstellung, wobei jeder Zeit eine kulturelle und gesellschaftspolitische Dimension zugeordnet wird. Der flüchtige und fragile Moment des JETZT lässt sich am besten im Augenblick des kreativen Schaffensprozesses einfangen. Folgerichtig beschäftigt sich der Berliner Auftakt im Schloss Biesdorf sowohl mit der Gegenwart als auch dem Moment des künstlerischen Schaffens. Siebzehn Künstlerinnen und Künstler stellen sich im Schloss Biesdorf dieser Herausforderung.