Ausstellungstitel
spaced
Künstler
Arbeiten von Kveta Kazmukova, Nils Pegel, Sabrina Schieke
Ausstellungszeit
14.03.2016 — 22.04.2016

Veranstaltungen & Workshops

 
workshop
15.04.2016
Selfies

Zentrales Anliegen des Projektes ist die Auseinandersetzung mit Produktions- und Arbeitsbedingungen von der vorindustriellen bis zur heutigen Zeit. Ein historischer Bezugspunkt ist die Arbeit in frühkapitalistischen Manufakturen, bei der Kinder wegen ihrer körperlichen Voraussetzungen im großen Stil tätig waren. So hat der Einsatz von Kindern im Kleisterpapier Workshop zur Hestellung von Tapeten zunächst den pragmatischen Grund, dass die verschiedenen Muster durch deren kleine Hände detaillierter umgesetzt werden können. Das Projekt widerspricht also der Idee eines herkömmlichen künstlerischen oder pädagogischen Workshops, in denen allgemeine Wertvorstellungen von persönlichem Ausdruck und Kreativität umgekehrt werden. Allzu oft dient das Versprechen der kreativen Entfaltung letztlich der vorbestimmten Eingliederung in bestehende Systeme. Dieses Verhältnis möchte die Kids`Factory  umkehren, indem den mitwirkenden Kindern Handlungskompetenzen eingeräumt, sie als soziale Subjekte respektiert werden und ihre Arbeit finanziell honoriert wird. Zwar müssen die Teilnehmer innerhalb eines festen Rahmens funktionieren, um die vorgegebenen Muster zu produzieren, aber sie tragen auch Mitverantwortung am Gelingen des vollwertigen künstlerischen Produktionsprozesses.
Das Projekt ist gegliedert in mehrere öffentliche Arbeitsphasen und eine abschließende Ausstellung.

 
laborfrühstück
17.04.2016
11:00 bis 14:00 Uhr Uhr
Laborfrühstück #3 - Über Spaced Reden

Im Rahmen des vierten Laborfrühstück wurde vor allem über die Freiheit und die Grenzen in der Kunst debattiert: Gibt es Bilder, die KünstlerInnen nicht verwenden dürfen? Wo endet die Freiheit der Kunst? Was ist das Recht am eigenen Bild? Besteht künstlerische Freiheit in Hinblick auf die Verwendung von Portraits anonymer Personen, die wissentlich Bilder von sich auf Smartphones in einem Technikmarkt hinterliessen?

 
workshop
12.04.2016
13:00 bis 15:30 Uhr
Sockel Bauen

Eine Gruppe von SchülerInnen aus der Peter-Pan-Grundschule traf sich mit der Künstlerin Sabrina Schieke, die mit ihnen einen Bausatz in Form eines Sockels aus Pappe zusammenbaute, der von ihrer befreundeten Künstlerin Katharina Kamph produziert und zur Verfügung gestellt wurde. Die Sockel können nur im Team zusammengesetzt werden. Eine kollektiv zu erbringende Leistung führt die einzelnen Kinder aber zu ihrem je eigenen Sockel. Darauf kann man sich setzen. Oder etwas darauf stellen. Die Sockel können in Gruppen immer wieder anders zusammengestellt werden und in der Galerie aber auch zu Hause auf vielfältige Weise verwendet werden. Schließlich wurden die Oberflächen der Sockel von den TeilnehmerInnen individuell gestaltet, um dann mit nach Hause genommen zu werden.

 
Mehr zur Ausstellung
Frei übersetzt beschreibt spaced den Abstand und den Raum zwischen verschiedenen Dingen. Spaced bedeutet auch auf Abstand gehen, einen Standpunkt einnehmen. Gesehenes wird individuell bewertet, eingeordnet, verarbeitet. Es besteht ein Abstand zwischen dem was gesehen wird und dem was es bedeuten kann. 'Abstand' meint immer nicht nur den Raum dazwischen, er beschreibt auch das Abstandnehmende, impliziert Beziehungen und lässt die Entfernung als ungefüllte Sphäre bestehen. Die Künstler/Innen Kveta Kazmukova, Sabrina Schieke und Nils Pegel beschreiben in ihren Arbeiten ihr Verhältnis zum vorgefundenen Ort. Sie erkunden vorhandene 'Abstände', sowohl zu sich selbst als auch zum Außen. Der räumlich definierte Galeriebereich wird erweitert, die Galerie M wird mit der Ausstellung spaced  ein begehbares Schaufenster.